Die Bewohnerinnen und Bewohner

Selbst & sicher

 

Menschen wie du und ich. Mit ganz persönlichen Vorstellungen vom Leben. In der WG Algersdorf fühlen sie sich wohl, weil sie hier gute Bedingungen vorfinden, um selbständiger zu leben.

Sebastian Adlmann

Der Zuversichtliche

Meine Übersiedlung in die Wohngemeinschaft war für mich ein Meilenstein auf meinem eigenen Weg. Dass ich hier Unterstützung und zugleich den Freiraum finden würde, spürte ich vom ersten Tag an. Genauso war’s. Ich habe hier einen guten Freund gewonnen, der mich wie ein großer Bruder bei meinem Unternehmungen begleitet, und das herzliche Klima im Haus hilft mir, persönliche Hürden zu meistern. So bin ich zuversichtlich, auch meine nächsten Ziele zu erreichen: den Schulabschluss, eine erfüllenden Job als Bürokaufmann und noch viele Reisen.

Sebastian Adlmann

Martin Binkert

Der Techniker

Meine Familie und mein Freundeskreis haben mich immer genommen, wie ich bin – ein junger Mensch, der gerne sportelt, Heavy Metall hört und im Rollstuhl sitzt. Erst die erfolglose Suche nach einem Arbeitsplatz konfrontierte mich mit dem Anderssein und ließ mich in ein tiefes Loch fallen. In der neuen Umgebung starte ich neu durch. Ich will auf mich selbst achten, wieder in der Technik arbeiten, Bogenschießen, tauchen, Musik hören und irgendwann einmal in einer eigenen Wohnung leben.

Martin Binkert

Gerhard Dörfler

Der Weltenbummler

Vielleicht ist es kein Zufall, dass ich in der Werkstatt gerade Vogelhäuser zimmere. Ich bin ja selbst gern unterwegs. Mit Freunden aus Leoben war ich in Rom, in Südtirol, in Split und Rovinj. Wenn es schön ist, setz ich mich ins Auto und fahr gern raus ins Grüne. Aber ich komme auch gern heim, genieße den Zusammenhalt im Haus, meine Wohnung und meine Bücher. Was ich gern lese? Na, Reiseberichte!

Gerhard Dörfler

Julian Gabriel

Der Experimentelle

Die Naturwissenschaften und physikalischen Versuche in unserem Schullabor haben mich fasziniert. Mit dem Schreiben und Lesen habe ich mir allerdings schwer getan. Daran arbeite ich jetzt. Und weil ich deshalb einmal wöchentlich einen Kurs besuche, habe ich auch gelernt, allein mit der Straßenbahn in die Stadt zu fahren. Ein Schritt von vielen, den ich in den zwei Jahren in der WG geschafft habe.

Julian Gabriel

Alexander Gutman

Der Dichter

Wenn ich die Jahre in der WG Revue passieren lasse, wird mir klar, wie viel ich schon erreicht habe: Meine Radiobeiträge als freier Mitarbeiter, die Interviews mit Musikern, die Arbeit am Computer. All das macht mich zuversichtlich, dass ich auch einen Praktikumsplatz finden werde. Am liebsten im Medienbereich, wo ich recherchieren und schreiben kann. Und irgendwann suche ich mir eine eigene Wohnung.

Alexander Gutmann

Sigrid Huber

Die Tonkünstlerin

Ich mag die Arbeit mit Ton, das weiche, angenehme Material, das sich so unterschiedlich formen lässt, und die schönen Glasuren. So ist jeder Tag anders und doch habe ich jeden Tag genug zu tun. Und wenn ich meine Arbeit erledigt habe, freue ich mich auf meine Wohnung und ruh mich beim Fernsehen aus.

Sigrid Huber

Beatrice Kapplinger

Die Kopflastige

Es ist gut, dass es ist, wie es ist. Dass ich in der Werkstätte eine Beschäftigung habe, bei der ich in Gesellschaft bin. Dass ich mich zurückziehen kann. Dass mich niemand zwingt, bei Ausflügen mitzufahren, weil mich das Fortfahren einfach zu sehr anstrengt. Dass mir einmal pro Woche eine Therapeutin zuhört und Feedback gibt. Das alles bedeutet mir wirklich viel.

Beatrice Kapplinger

Gerhard Lercher

Der Musiker

Als ich im Sommer 2016 von zu Hause ausziehen musste, fühlte ich mich überfordert. Aber recht bald kam ich mit der neuen Situation besser zurecht. Das Leben in meinen eigenen vier Wänden wurde mir vertrauter und innerhalb kurzer Zeit bemerkte ich Fortschritte, die ich zuvor für nicht möglich gehalten hatte. Oft, so erkannte ich, bedarf es nur kleiner Tätigkeiten, um wieder selbstständiger zu leben. Freude finde ich in der Musik und in meinem Studium der Musikologie. 

Gerhard Lercher

Stefan Mittlinger

Der Pflanzenfreund

Nach dem Unfall auf der Wasserrutsche war mein Leben mit einem Schlag anders. Die Arbeit als Eventmanager und mein Studium waren plötzlich Vergangenheit. Jetzt, eineinhalb Jahre später, habe ich wieder Pläne gefasst: das Biologiestudium beenden, im Grünbereich arbeiten und meinen Freiraum täglich ein wenig mehr erweitern. Die WG ist mir inzwischen zu einem liebgewonnen Ort geworden, mit netten Menschen, wichtigen Therapiemöglichkeiten und sogar einem Gemüsegarten auf meiner Terrasse.

Stefan Mittlinger

Erich Part

Der Gesellige

Ich komme aus einem kleinen Dorf, dort zieht’s mich auch an den Wochenenden gern hin. Ich bin gern am Land und gern unter Leuten. Deshalb verbringe ich meine Freizeit auch meistens mit meinen Nachbarn und ich bin auch ganz froh, dass ich während meiner Arbeit in der Werkstätte in Gesellschaft bin.

Erich Parth

Maximilian Pichler

Der Abenteurer

Europäische Ethnologie. Das wollte ich studieren, weil ich auf meinen Reisen nach Schottland, Irland, Kanada etc. von den kulturellen Unterschieden fasziniert war. Und mit Hilfe meines persönlichen Assistenten bin ich zuversichtlich, dass ich mein Studium gut schaffen werde. Trotz meiner Körper- und Sehbehinderung. Er begleitet mich zu den Vorlesungen und mailt mir die Mitschrift. Man muss sich ganz einfach organisieren. Beim Studium und bei den alltäglichen Dingen. Die WG bietet mir dazu einen guten Rahmen und die Unterstützung, die ich brauche.

Maximilian Pichler

Harald Rosenkranz

Der Botschafter

Die Wohnung mit dem Blick auf die Terrasse ist meine Oase. Aber ich bin gerne unterwegs, allein in der Stadt, um Einkäufe zu erledigen, und mit meinem persönlichen Assistenten besuche ich steirische Schulen. Seit fast 30 Jahren. Ich spreche mit Kindern über das Leben im Rollstuhl und versuche ihnen klar zu machen, dass eine Sprachbehinderung nicht gleich geistige Behinderung bedeutet. Dass sich Zuhören und Nachfragen lohnt.

Harald Rosenkranz

Tom Schwaiger

Der Bücherwurm

Meine Augen sehen zwar nur einen Meter weit scharf, aber denken kann ich auch weiter. Durch Bücher – besonders über Religion, Politik und Geschichte – und Reisen habe ich meinen Horizont erweitert und was ich einmal lese oder höre, merke ich mir ziemlich gut. Meine Eltern haben mich zu einem Realisten erzogen, ich kenne meine Stärken und komme mit meinen Schwächen zurecht. Und hier im Haus finde ich die notwendige Unterstützung, um mein Leben so selbständig wie möglich zu leben.

Tom Schwaiger

Susanne Sticher

Die Freiheitsliebende

Vor langer Zeit war ich in Frankreich. Seit damals fasziniert mich die Sprache und ich würde wirklich gerne Französisch unterrichten. Das wäre mein Traum. Und obwohl ich im Rollstuhl sitze, bin ich gut unterwegs: Jetzt schließe ich meine Lehre als Bürokauffrau ab, dann mache ich die Matura. In der Algersdorferstraße finde ich dabei die Unterstützung, die ich brauche, und die Freiheit, die mir gut tut.

Susanne Sticher

Ingrid Strudler

Die Vielseitige

Da will ich hin, dachte ich mir, als ich seinerzeit von der WG gehört habe. Eine eigene Wohnung und eine Gemeinschaft zugleich. Einfach war’s nicht, aber meine Familie stand immer voll hinter mir. Wir sehen uns auch noch oft, aber zu Hause fühle ich mich hier. Hier fühle ich mich gut aufgehoben. Und ich habe schon so viel gelernt: Ich komme im Internet zu recht, kann Emails schreiben und ziemlich gut häkeln.

Ingrid Strudler

Theresa Vasold

Die Liebevolle

Bereicherung – das beschreibt mit einem Wort die Erfahrungen, die ich hier sammeln kann. In der Wohngemeinschaft bieten sich mir neue Herausforderungen, denen ich mich mit Begeisterung und Ehrgeiz stelle. Das Leben hier gibt mir die Chance, täglich einen Schritt weiter in Richtung Selbständigkeit zu tun. Und dann ist da noch mein Freund, den ich in der Wohngemeinschaft kennengelernt habe. Ich bin glücklich, dass ich liebevoll für ihn da sein und gemeinsam mit ihm an unserer Beziehung arbeiten kann.

Theresa Vasold

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